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6.14 Organschäden
Zu allen Organschäden gibt es seitens der entsprechenden Fachgesellschaften schulmedizinische Therapiekonzepte und teilweise Leitlinien. Diese können immer zu Anwendung gebracht werden, wenn und soweit man der Schulmedizin Glauben schenkt. Ich möchte mich daher hier auf Alternativen bestehend aus Nahrungsergänzungsmitteln oder altbewährten, aber verdrängten schulmedizinischen Präparaten beschränken.
Selbstverständlich machen diese Therapien nur Sinn im Zusammenhang mit der Behandlung der Grunderkrankung (Spike-Detox, Endotheliitis usw.).
6.14.1 Myokarditis
Fragt man Kardiologen nach einer kausalen Therapie zur Myokarditis, kommt meist nicht viel. Nicht selten wird Colchicin eingesetzt, teilweise nichtsteroidale Antirheumatika wie Ibuprofen oder Diclofenac. Da nach meiner Ansicht die Impf-Myokarditis aber immer auch eine mikrozirkulatorische Komponente mit entsprechenden Störungen durch Mikroclots und Endotheliitis hat, ist neben der schon angesprochenen Basistherapie auch eine erweiterte Antikoagulation sinnvoll und gerechtfertigt. Wer auf NOAK lieber verzichten möchte, kann stattdessen auch Lumbrokinase einsetzen, welches deutlich stärker antikoagulatorisch wirksam ist wie Nattokinase (jedoch nicht dessen andere therapeutischen Effekte besitzt), aber in Deutschland nur schwer zu bekommen und dabei auch recht teuer ist.
Eine andere aus meiner Sicht wesentliche Komponente der Therapie ist DMSO. Da DMSO nach Studien in der Lage ist, Zellen im Grenzbereich zwischen Leben und Tod zu reanimieren und sie lebensfähig zu erhalten, sehe ich hier gute Gründe, durch die Einnahme von DMSO entzündete Herzzellen zu retten und damit die Narbenbildung durch die Myokarditis zu verringern. Immerhin gibt es zum Beispiel Publikationen, dass DMSO, wenn man es zu Beginn eines Herzinfarktes oder Schlaganfalls verabreicht (möglichst intravenös), man damit sowohl das betroffene Areal des Herzinfarkts oder Schlaganfalls deutlich verkleinern kann. Warum diese Substanz daher in Deutschland hierzu nicht eingesetzt wird, ist mir ein Rätsel und kann nur durch finanzielle pharmazeutische Interessen erklärt werden.
6.14.2 Chronic Fatigue Syndrom CFS/ME, PEM und POTS
Bei der Therapie des Chronic Fatigue Syndroms, auch zusammen mit PEM (post-exertionale Malaise) und POTS (posturales orthostatisches Tachykardie-Syndrom), beschränke ich mich auf die Fälle, die durch die Impfung ausgelöst wurden. Menschen, die nach einer Corona-Infektion ohne Impfung ein CFS bekommen (postinfektiöses CFS), müssen vermutlich anders behandelt werden, da es sich hier fast immer um ein multifaktorielles Geschehen handelt. Aber natürlich ist es möglich, auch hier mein Therapieprinzip einmal zu versuchen.
Basis der Therapie ist auch hier immer die Bekämpfung der Spikes und der Mikroclots, wie in den entsprechenden Artikeln beschrieben. Dazu sind unbedingt auch die Mitochondrien zu behandeln, insbesondere dann, wenn ein Schaden der Mitochondrien nachgewiesen werden konnte.
Zur Vermeidung der Crashs nach übermäßiger Belastung ist vor allen Dingen das Pacing von großer Bedeutung. Jeder Betroffene weiß ja, inwieweit er sich belasten kann, bevor die täglichen Energiereserven erschöpft sind. Diese Belastungsgrenze sollte möglichst nicht erreicht werden, sondern um etwa 25% unterschritten bleiben, damit genug Regenerationszeit für die Bildung neuer Energie im Körper besteht. Wer also z. B. eine maximale Belastungszeit von 2 Stunden pro Tag hat, sollte sich maximal 90-100 Minuten täglich belasten und dann den Rest des Tages möglichst pausieren.
Allerdings ist dadurch natürlich keine Verbesserung der zeitlichen Belastung zu erzielen. Man kann nun vorsichtig versuchen, diese Zeit täglich um wenige Minuten auszudehnen, z. B. anfänglich eine Minute pro Tag. Dies kann funktionieren, wenn man vorher oder nachher ein sogenanntes Vagus-Training durchführt, welches mit verschiedenen Methoden möglich ist, die ich in einem späteren Kapitel beschreiben werde.
POTS können Folge einer Mastzellaktivierung sein, aber auch durch die GPCR-Autoantikörper ausgelöst werden, hier insbesondere durch die Beta-1- und Beta-2-Antikörper, da diese einen direkten Einfluss auf Herzfrequenz, Blutdruck und Gefäßstatus haben.
In diesen Fällen ist also zusätzlich die Behandlung des MCAS sowie das Therapieprinzip der Senolyse und des molekularen Mimikry (siehe frühere Kapitel) zur Reduktion der Autoantikörper sinnvoll.
Von einige Ärzten werden auch Kompressionsstrümpfe verordnet, jedoch stehe ich mit dieser Verordnung ein wenig auf Kriegsfuß, da mir nicht richtig einleuchtet, wie man bei einer sowieso schon gestörten Mikrozirkulation durch die Endotheliitis dann noch Kompressionsstrümpfe verordnen kann, die die Mikroangiopathie zumindest in den Beinen weiter verschlechtern können. Allerdings kenne ich einige Fälle, die von der Anwendung der Kompressionsstrümpfe profitiert haben.
Unabhängig von PostVac gibt es noch einige Wirkstoffe, die die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit verbessern können. Bei manchen Betroffenen wirken sie sehr gut, bei anderen leider gar nicht. Insofern muss man ausprobieren, was passt und was nicht.
Eines dieser Präparate ist Kreatin. Es wird von Sportlern gerne genutzt, um Muskelaufbau zu verbessern, kann nach Studien aber auch die geistige Leistungsfähigkeit verbessern. Dazu sind dann Dosierungen von 20 Gramm pro Tag notwendig. Kreatin ist ein geschmacksneutrales Pulver und kann aufgelöst in Wasser eingenommen werden.
Dosierung: 10-20 gr. pro Tag am Morgen
In vielen Fällen ist auch Methylenblau von Nutzen. Methylenblau wurde Anfang des letzten Jahrhunderts vor allem in der Psychiatrie eingesetzt, hat aber auch diverse weitere positive Effekte z. B. auf Malaria und andere Erkrankungen. Methylenblau ist wie alle preiswerten, aber wirksamen Präparate leider weitgehend vom Markt verschwunden und darf heute in Deutschland nicht mehr als Nahrungsergänzungsmittel oder Medikament verkauft werden. Verkauft wird es immer als Chemikalie, daher sollte man beim Kauf darauf achten, dass das Präparat „Pharmaqualität“ hat.
Methylenblau ist vom Grundsatz her ein Farbstoff, das sollte man berücksichtigen. Flecken auf der Kleidung wird man vermutlich nicht mehr entfernen können. Methylenblau würde ich auch immer verdünnt einsetzen, da man sonst bei oraler Einnahme für einige Stunden eine blaue Zunge bekommt. Eine bekannte und immer auftretende Nebenwirkung von Methylenblau ist die Blauverfärbung des Urins.
Ich empfehle anfänglich die Einnahme von 6 Tropfen in einem halben Glas Wasser, wobei man langsam bis auf 20 Tropfen steigern kann. Man stellt schnell fest, ab wann Methylenblau wirksam ist und sollte diese Dosis dann auch beibehalten. Mir sind auch Fälle bekannt, wo noch höhere Dosen MB eingenommen wurden.
Dosierung 6-20 Tr. in Wasser am Morgen, höhere Dosierung vermutlich möglich.
Auch zu Quercetin gibt es Berichte, dass dieses beim Chronic Fatigue Syndrom hilfreich sein soll. Vermutlich liegt das daran, dass Quercetin ein pflanzlicher Mastzellstabilisator ist und die Mastzellen nach Meinung einiger Autoren eine wesentliche Rolle beim Chronic Fatigue Syndrom spielen. Allerdings empfehle ich hier wegen der schlechten Bioverfügbarkeit von Quercetin unbedingt eine entsprechende Formulierung wie zum Beispiel liposomales Quercetin.
Dosierung: Kapseln 500 mg ein bis zweimal täglich, liposomal 250 mg ein bis zweimal täglich.
Ein anderer Mastzellstabilisator, der beim Chronic Fatigue Syndrom eingesetzt werden kann, ist Cinnarizin. Es ist der einzige Wirkstoff, der neben den H1- und H2- auch die H4-Rezeptoren blockieren kann. Cinnarizin ist in Deutschland aber nur in Kombination mit Dimenhydrinat erhältlich und wird dann gegen Schwindel eingesetzt. Im umgebenden Ausland gibt es Cinnarizin aber als Reinsubstanz rezeptfrei in Apotheken.
Dosierung: 25 mg ein bis dreimal täglich
In manchen Fällen von Chronic Fatigue Syndrom sind auch hochdosierte Steroide wirksam. Dabei beginne ich in der Regel mit 50 mg Prednisolon als Einmaldosis am Morgen für drei bis fünf Tage. Die Betroffenen merken sofort, ob dies wirksam ist oder nicht. Bessert sich das Befinden der Betroffenen nach drei bis fünf Tagen nicht deutlich, kann man die Steroide komplett wieder absetzen. Ein Ausschleichen ist dann nicht erforderlich.
Berichten die Patienten aber über eine Verbesserung ihrer Fatigue, so sollte man langsam die Steroide ausschleichen bis zur Erhaltungsdosis. also der Dosis, wo die Betroffenen noch eine für sie akzeptable Lebensqualität haben. Diese Dosierung wird man eine Weile beibehalten müssen, um dann später noch einmal langsam zu versuchen, die Dosis zu verringern. Sicherlich sind hochdosierte Steroide wegen der möglichen Nebenwirkungen nicht für eine Dauertherapie geeignet, daher sollte man immer versuchen, eine Dosierung unterhalb der sogenannten Cushing-Schwelle zu finden.
Die Cushing-Schwelle ist abhängig vom Wirkstoff und liegt bei Prednisolon z.B. bei etwa 7,5 mg pro Tag.
Weitere mögliche Substanzen zur Beeinflussung eines CFS sind nach Berichten noch 5-HTP 200 mg/Tag und Mg-Threonat etwas 2 gr. pro Tag verteilt auf mehrere Einzeldosen. Persönliche Erfahrungen habe ich damit aber nicht.
Es ist geplant, ca. ein bis zweimal pro Woche ein neues Kapitel zu diesem Lehrbuch zu veröffentlichen, soweit es meine Zeit erlaubt. Es wird jeweils auf meinem deutschen Telegram-Kanal https://t.me/coronawissenschaft angekündigt.
Bleiben Sie neugierig
Teil 1 des Lehrbuchs finden sie hier: https://ralftillenburg.substack.com/p/lehrbuch-zur-behandlung-von-schaden
6.14 Organ Damage
For all types of organ damage, the relevant professional associations have established conventional medical treatment approaches and, in some cases, guidelines. These can always be applied if and to the extent that one places faith in conventional medicine. I would therefore like to limit myself here to alternatives consisting of dietary supplements or time-tested but overlooked conventional medical preparations.
Of course, these therapies only make sense in conjunction with the treatment of the underlying disease (Spike-Detox, endotheliitis, etc.).
6.14.1 Myocarditis
If you ask german cardiologists about a causal treatment for myocarditis, you usually don’t get much of an answer. Colchicine is frequently used, as are, in some cases, nonsteroidal anti-inflammatory drugs such as ibuprofen or diclofenac. However, since, in my opinion, vaccine-induced myocarditis always involves a microcirculatory component with associated disturbances caused by microclots and endotheliitis, expanded anticoagulation is both reasonable and justified in addition to the basic therapy already discussed. Those who prefer to avoid NOACs can instead use lumbrokinase, which has a significantly stronger anticoagulant effect than nattokinase (though it lacks nattokinase’s other therapeutic effects); however, it is difficult to obtain in Germany and is also quite expensive.
Another component of therapy that I consider essential is DMSO. Since studies have shown that DMSO is capable of resuscitating cells on the brink of death and maintaining their viability, I see good reasons to use DMSO to save inflamed heart cells and thereby reduce scarring caused by myocarditis. After all, there are publications, for example, indicating that administering DMSO (preferably intravenously) at the onset of a heart attack or stroke can significantly reduce the affected area of the heart attack or stroke. Why this substance is not used for this purpose in Germany is a mystery to me and can only be explained by financial pharmaceutical interests.
6.14.2 Chronic Fatigue Syndrome (CFS/ME), PEM, and POTS
In the treatment of Chronic Fatigue Syndrome, including cases associated with PEM (post-exertional malaise) and POTS (postural orthostatic tachycardia syndrome), I limit myself to cases triggered by vaccination. People who develop CFS after a COVID-19 infection without vaccination (post-infectious CFS) likely require different treatment, as this is almost always a multifactorial condition. But of course, it is possible to try my therapeutic approach here as well.
The basis of treatment here is always combating the spikes and microclots, as described in the relevant articles. It is also essential to treat the mitochondria, especially if mitochondrial damage has been confirmed.
To prevent crashes following excessive exertion, pacing is of paramount importance. Every person affected knows, of course, how much they can push themselves before their daily energy reserves are depleted. Ideally, this exertion limit should not be reached but should remain about 25% below it, so that there is enough recovery time for the body to generate new energy. So, for example, someone with a maximum exertion time of 2 hours per day should exert themselves for no more than 90–100 minutes daily and then rest for the rest of the day as much as possible.
However, this naturally does not result in an improvement in the duration of physical exertion. One can now cautiously try to extend this time by a few minutes each day—for example, initially by one minute per day. This can work if one performs so-called vagus nerve training before or after, which can be done using various methods that I will describe in a later chapter.
POTS can result from mast cell activation, but it can also be triggered by GPCR autoantibodies—specifically the beta-1 and beta-2 antibodies—since these have a direct impact on heart rate, blood pressure, and vascular status.
In these cases, therefore, it is also advisable to treat MCAS and to apply the therapeutic principles of senolysis and molecular mimicry (see earlier chapters) to reduce the autoantibodies.
Some doctors also prescribe compression stockings; however, I am somewhat at odds with this practice, as I do not fully understand how one can prescribe compression stockings—which can further worsen microangiopathy, at least in the legs—when microcirculation is already impaired by endotheliitis. However, I am aware of some cases where patients have benefited from wearing compression stockings.
Apart from PostVac, there are several other active ingredients that can improve physical and mental performance. They work very well for some patients, but unfortunately not at all for others. Therefore, it’s a matter of trying out what works and what doesn’t.
One of these supplements is creatine. It is commonly used by athletes to enhance muscle growth, but studies suggest it can also improve mental performance. For this purpose, a dosage of 20 grams per day is necessary. Creatine is a flavorless powder and can be dissolved in water and taken orally.
Dosage: 10–20 grams per day in the morning
In many cases, methylene blue is also helpful. Methylene blue was primarily used in psychiatry at the beginning of the last century, but it also has various other beneficial effects, such as on malaria and other diseases. Unfortunately, like all inexpensive yet effective preparations, methylene blue has largely disappeared from the market and may no longer be sold in Germany as a dietary supplement or medication. It is always sold as a chemical, so when purchasing it, make sure the product is “pharmaceutical grade.”
Methylene blue is essentially a dye, which is something to keep in mind. Stains on clothing will likely be impossible to remove. I would also always use methylene blue in diluted form, as otherwise, when taken orally, it will turn your tongue blue for several hours. A well-known and common side effect of methylene blue is blue discoloration of the urine.
I recommend starting with 6 drops in half a glass of water, gradually increasing the dose up to 20 drops. You’ll quickly notice when the methylene blue becomes effective, and you should stick with that dose. I’m also aware of cases where even higher doses of methylene blue were taken.
Dosage: 6–20 drops in water in the morning; higher dosages are likely possible.
There are also reports that quercetin may be helpful for chronic fatigue syndrome. This is likely because quercetin is a plant-based mast cell stabilizer, and some authors believe that mast cells play a significant role in chronic fatigue syndrome. However, due to quercetin’s poor bioavailability, I strongly recommend using a suitable formulation, such as liposomal quercetin.
Dosage: 500 mg capsules once or twice daily; liposomal 250 mg once or twice daily.
Another mast cell stabilizer that can be used for Chronic Fatigue Syndrome is cinnarizine. It is the only active ingredient capable of blocking H4 receptors in addition to H1 and H2 receptors. In Germany, however, cinnarizine is only available in combination with dimenhydrinate and is then used to treat dizziness. In neighboring countries, however, cinnarizine is available as a pure substance over the counter in pharmacies.
Dosage: 25 mg one to three times daily
In some cases of chronic fatigue syndrome, high-dose steroids are also effective. I typically start with a single 50 mg dose of prednisolone in the morning for 3 to 5 days. Patients notice immediately whether this is effective or not. If the patient’s condition does not improve significantly after three to five days, the steroids can be discontinued completely. A tapering-off period is then not necessary.
However, if patients report an improvement in their fatigue, the steroids should be slowly tapered down to a maintenance dose—that is, the dose at which patients still have an acceptable quality of life. This dosage will need to be maintained for a while, after which another attempt can be made to slowly reduce the dose. High-dose steroids are certainly not suitable for long-term therapy due to potential side effects; therefore, one should always try to find a dosage below the so-called Cushing threshold.
The Cushing threshold depends on the active ingredient and, for prednisolone, for example, is about 7.5 mg per day.
According to reports, other substances that may help manage CFS include 5-HTP at 200 mg/day and magnesium threonate at about 2 g per day, divided into several doses. However, I have no personal experience with these.
I plan to publish a new chapter of this textbook approximately once or twice a week, time permitting. Each new chapter will be announced on my German Telegram channel https://t.me/coronawissenschaft.
Stay curious
Part 1 of the textbook can be found here: https://ralftillenburg.substack.com/p/lehrbuch-zur-behandlung-von-schaden
