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5.13.2 Chronic Fatigue Syndrom / myalgische Enzephalitis
Das Chronic Fatigue Syndrom (CFS) bzw. die myalgische Enzephalitis (ME) ist aller Wahrscheinlichkeit nach eine neuroimmunologische Erkrankung, allerdings ist der Ursprung bzw. die Ursache der Erkrankung noch nicht gut erforscht. Keinesfalls sollte man Menschen mit CFS als psychosomatisch erkrankt ansehen. Dass die Betroffenen durch die Erkrankung oft eine depressive Stimmung zeigen, ist nicht die Ursache der Erkrankung, sondern fast immer die Folge fehlender Akzeptanz und oft auch fehlender Unterstützung seitens der Medizin. Die WHO stuft ME/CFS als neurologische Erkrankung ein.
Interessant ist, dass die Häufigkeit der Erkrankung in den letzten Jahren deutlich angestiegen ist, gab es nach Schätzungen vor 2020 etwa 250.000 Betroffene in Deutschland, geht man aktuell von mehr als 600.000 Erkrankten aus.
Das Hauptsymptom der Erkrankung ist eine schwere Müdigkeit, als Fatigue bezeichnet, die als Symptom auch bei vielen anderen Erkranken auftreten kann, angefangen von Depressionen, bösartigen Erkrankungen, Stoffwechselerkrankungen und vielen weiteren. Das ist der Grund, warm viele Ärzte nach Ausschluss der üblichen somatischen Ursachen als letzte Möglichkeit eine Erkrankung aus dem psychischen oder psychosomatischen Formenkreis sehen, die Betroffenen dann zum Psychologen schicken oder im schlimmsten Fall mit Antidepressiva behandeln. Genau das ist jedoch der völlig falsche Ansatz.
Die schwere Fatigue ist aber nicht das einzige Symptom dieser Erkrankung, sondern es kommen noch Störungen der neurokognitiven, autonomen und immunologischen Achse hinzu.
Charakteristisch für ME/CFS ist auch die Post-Exertionelle Malaise (PEM), wodurch es nach einer anhaltenden Belastung, die über die aktuelle aber individuell sehr unterschiedliche Leistungsfähigkeit der Betroffenen hinaus geht, zu ausgeprägter und anhaltender Verstärkung der meisten Symptome kommt, was von vielen einfach als „Crash“ bezeichnet wird und dem tatsächlichen Zustand dann meiner Meinung nach sehr nahe kommt.
Weitere das ME/CFS oft begleitende Symptome sind Herzrasen, Schwindel, Benommenheit und starke Blutdruckschwankungen bis hin zum POTS (posturales orthostatisches Tachykardie Syndrom). Weiter sind anzuführen schmerzhafte und geschwollene Lymphknoten, Muskel oder Körperschmerzen, kognitive Einschränkungen wie Denkstörungen, schneller Reizüberflutung, ferner auch Halsschmerzen, Atemwegsinfekte und eine erhöhte Infektanfälligkeit.
Die Ursachen der ME/CFS sind nicht abschließend geklärt. Oft tritt sie nach einer Infektionserkrankung auf, wobei vor allem Pfeiffersches Drüsenfieber (Epstein-Barr-Virus), die echte Grippe und eben auch Coronaviren zu nennen sind.
Weitere Ursachen können aber auch sein:
Schleichende Vergiftungen
Störungen des körpereigenen Entgiftungssystems
Endotheliale Dysfunktion und mikrozirkuläre Gerinnungsstörungen mit Ausbildung von Fadenkapillaren (string vessels)
Intrazelluläre Erreger und Parasiten
Massive Störungen des Immunsystems
Ausgeprägte mitochondriales Dysfunktion
Hormonelle Störungen
Im Zusammenhang mit der Corona-Genspritze sind vor allem die Punkte 3, 5, 6 und 7 Verursacher des CFS, über deren Diagnostik ich schon in den früheren Kapiteln (5.2, 5.3, 5.4 und 5.5) geschrieben habe. Studien haben aber auch gezeigt, dass es eine Assoziation zwischen CFS und nachweisbaren erhöhten GPCR-Autoantikörpern gibt (Kapitel 5.6), was bedeutet, dass diese bei ME/CFS gehäuft vorkommen. Was davon jetzt Ursache, und was Folge ist, ist aber nach meiner Einschätzung noch unklar.
Somit wurde im Wesentlichen schon in früheren Kapiteln gezeigt, welche Diagnostik zur Diagnose CFS notwendig und sinnvoll ist, nämlich die in den og. Kapiteln gezeigten Laborwerte. Dazu aus Gründen der Differentialdiagnose auch die unter Kapitel 5.13 genannten klassischen Laborwerte, um damit andere Ursachen für Fatigue auszuschließen.
Zur Diagnosesicherung empfehle ich auf jeden Fall auch das Ausfüllen von Screening-Bögen zu ME/CFS, wie z. B. die kanadischen Kriterien für MECFS und die Bell-Skala.
Noch einige Anmerkungen zu den Punkten 1, 2 und 4:
Schleichende Vergiftungen (z. B. durch Chemtrails, Glyphosat, andere Umweltgifte, hochverarbeitete industrielle Nahrungsmittel und auch manche Supplements) und Störungen der körpereigenen Entgiftung können, müssen aber nicht ein CFS auslösen. Der Rückschluss „ich habe eine Entgiftungsstörung, also habe ich ME/CFS“ ist somit nicht zulässig. Ich bin mit dem Begriff „Entgiftungsstörung“ sowieso sehr unzufrieden, denn in den meisten Fällen ist es keine Störung, sondern eine Variation der Natur (jeder Mensch hat andere Gene), die durch andere Variationen der Natur wieder ausgeglichen wird und somit in den meisten Fällen keine Beschwerden, insbesondere kein ME/CFS auslösen muss. Es müssen schon mehrere, vermutlich zahlreiche Faktoren zusammenkommen, um ein solches gravierendes Beschwerdebild auszulösen. Der Rückzug auf nur eine Ursache mit der dann folgenden Therapie dürfte daher meiner Meinung nach meist nicht erfolgreich sein.
Bei intrazellulären Erregern (Borrelien, Bartonellen, Spirochäten, Babesien u. a.) verweise ich auf die umfassenden Ausführungen des verehrten Kollegen Dr. Rolf Jansen-Rosseck (www.rolfjansenrosseck.de), der sich umfassend zu diesem Thema äußert. Ich habe mich mal eine Weile mit seinen interessanten Thesen beschäftigt, es dann aber aus Zeitmangel nicht weitergeführt; auch mein Tag hat leider nur 24 Stunden.
Zur Abklärung des Immunsystems kann man zusätzlich zu der von mir im entsprechenden Kapitel empfohlen Untersuchung bei MECFS auch noch eine ergänzende Abklärung beim Immunologen anstreben. Die Abklärung hormoneller Störungen gehört in die Hand eines guten Endokrinologen.
Zusammenfassend ist aber anzumerken, dass es gerade bei ME/CFS nach Genspritze nicht die eine Ursache geben wird, sondern es sich nach meiner Einschätzung um ein multifaktorielles Geschehen handelt, was eben auch die Therapie erschwert, aber nicht unmöglich macht!
ME/CFS sollte man keinesfalls mit „Long-Covid“ verwechseln oder in einen Topf schmeißen. Wie ich bereits in meinem Vorwort zu diesem Buch unter „Dieses Buch ist ein PostVac-Buch“ geschrieben habe, ist der Begriff „Long-Covid“ ein Verdummungsbegriff, um den Geimpften einzureden, dass es sich um eine Folge der Infektion und nicht der Impfung handelt, was inzwischen ja durch Studien widerlegt wurde. Wer darauf hereinfällt, wie leider zahlreiche Long-Covid-Selbsthilfegruppen zeigen, dem ist nicht helfen.
In seltenen Fällen konnte auch bei Ungeimpften die Infektion mit SARS-CoV-2 ein postvirales Müdigkeitssyndrom auslösten, welches auch bei anderen Infektionen (siehe oben) auftreten kann, besonders häufig z. B. beim Pfeifferschen Drüsenfieber (Mononukleose). Die richtige Diagnose lautet hier aber „postvirales Müdigkeitssyndrom“ oder für Sprechfaule meinetwegen Post-Covid.
Es ist geplant, ca. ein bis zweimal pro Woche ein neues Kapitel zu diesem Lehrbuch zu veröffentlichen, soweit es meine Zeit erlaubt. Es wird jeweils auf meinem deutschen Telegram-Kanal https://t.me/coronawissenschaft angekündigt.
Bleiben Sie neugierig
Teil 1 des Lehrbuchs finden sie hier: https://ralftillenburg.substack.com/p/lehrbuch-zur-behandlung-von-schaden
5.13.2 Chronic Fatigue Syndrome / Myalgic Encephalitis
Chronic Fatigue Syndrome (CFS) or Myalgic Encephalitis (ME) is most likely a neuroimmunological disease, but the origin or cause of the disease has not yet been thoroughly researched. Under no circumstances should people with CFS be considered to have a psychosomatic illness. The fact that those affected often show signs of depression as a result of the disease is not the cause of the disease, but almost always the result of a lack of acceptance and often a lack of support from the medical profession. The WHO classifies ME/CFS as a neurological disease.
It is interesting to note that the incidence of the disease has increased significantly in recent years. According to estimates, there were around 250,000 people affected in Germany before 2020, but the current estimate is more than 600,000.
The main symptom of the disease is severe tiredness, known as fatigue, which can also occur as a symptom in many other diseases, ranging from depression to malignant diseases, metabolic disorders, and many more. This is why, after ruling out the usual somatic causes, many doctors see a psychological or psychosomatic disorder as the last resort, referring those affected to a psychologist or, in the worst case, treating them with antidepressants. However, this is completely the wrong approach.
Severe fatigue is not the only symptom of this disease; there are also disturbances of the neurocognitive, autonomic, and immunological axes.
Another characteristic feature of ME/CFS is post-exertional malaise (PEM), which causes most symptoms to become pronounced and persistent after prolonged exertion that exceeds the current but individually varying capacity of those affected. Many simply refer to this as a “crash,” which, in my opinion, is a very accurate description of the actual condition.
Other symptoms that often accompany ME/CFS include palpitations, dizziness, lightheadedness, and severe blood pressure fluctuations, including POTS (postural orthostatic tachycardia syndrome). Other symptoms include painful and swollen lymph nodes, muscle or body pain, cognitive impairments such as thinking disorders, rapid sensory overload, as well as sore throat, respiratory infections, and increased susceptibility to infection.
The causes of ME/CFS are not yet fully understood. It often occurs after an infectious disease, particularly Pfeiffer’s glandular fever (Epstein-Barr virus), influenza, and coronaviruses.
Other causes may include:
Insidious poisoning
Disorders of the body’s own detoxification system
Endothelial dysfunction and microcirculatory coagulation disorders with the formation of string vessels
Intracellular pathogens and parasites
Massive disorders of the immune system
Pronounced mitochondrial dysfunction
Hormonal disorders
In connection with the coronavirus vaccine, points 3, 5, 6, and 7 in particular are causes of CFS, the diagnosis of which I have already written about in earlier chapters (5.2, 5.3, 5.4, and 5.5). However, studies have also shown that there is an association between CFS and detectable elevated GPCR autoantibodies (chapter 5.6), which means that these occur more frequently in ME/CFS. In my opinion, it is still unclear which of these is the cause and which is the consequence.
Thus, the previous chapters have essentially already shown which diagnostics are necessary and useful for diagnosing CFS, namely the laboratory values shown in the above chapters. For reasons of differential diagnosis, the classic laboratory values mentioned in chapter 5.13 should also be used to rule out other causes of fatigue.
To confirm the diagnosis, I definitely recommend filling out screening questionnaires for ME/CFS, such as the Canadian criteria for MECFS and the Bell Scale.
A few more comments on points 1, 2, and 4:
Insidious poisoning (e.g., from chemtrails, glyphosate, other environmental toxins, highly processed industrial foods, and even some supplements) and disturbances in the body’s own detoxification processes can, but do not necessarily, trigger CFS. The conclusion “I have a detoxification disorder, so I have ME/CFS” is therefore not valid. I am very dissatisfied with the term “detoxification disorder” anyway, because in most cases it is not a disorder, but a variation of nature (every person has different genes), which is balanced out by other variations of nature and therefore in most cases does not have to trigger any symptoms, especially not ME/CFS. Several, presumably numerous, factors must come together to trigger such a serious set of symptoms. In my opinion, focusing on only one cause and then pursuing that course of treatment is therefore unlikely to be successful in most cases.
For intracellular pathogens (Borrelia, Bartonella, Spirochaeta, Babesia, etc.), I refer to the comprehensive explanations of my esteemed colleague Dr. Rolf Jansen-Rosseck (www.rolfjansenrosseck.de), who has written extensively on this topic. I spent some time studying his interesting theories, but then had to stop due to lack of time; unfortunately, my day only has 24 hours.
In addition to the examination I recommend in the relevant chapter on MECFS, you can also seek additional clarification from an immunologist to assess your immune system. The assessment of hormonal disorders should be left to a good endocrinologist.
In summary, however, it should be noted that, especially in the case of ME/CFS after gene injection, there is no single cause, but rather, in my opinion, a multifactorial process, which makes therapy more difficult, but not impossible!
ME/CFS should not be confused with “long Covid” or lumped together with it. As I already wrote in my foreword to this book under “This book is a PostVac book,” the term “long Covid” is a misnomer used to convince vaccine recipients that it is a consequence of the infection and not the vaccination, which has since been refuted by studies. Those who fall for this, as unfortunately numerous Long Covid self-help groups show, cannot be helped.
In rare cases, infection with SARS-CoV-2 has also triggered post-viral fatigue syndrome in unvaccinated individuals, which can also occur with other infections (see above), particularly frequently with Pfeiffer’s glandular fever (mononucleosis), for example. However, the correct diagnosis here is “post-viral fatigue syndrome” or, for those who are lazy with their words, post-COVID.
I plan to publish a new chapter of this textbook approximately once or twice a week, time permitting. Each new chapter will be announced on my German Telegram channel https://t.me/coronawissenschaft.
Stay curious
Part 1 of the textbook can be found here: https://ralftillenburg.substack.com/p/lehrbuch-zur-behandlung-von-schaden

Ergänzend müsste man damit beginnen, sich mit ICD-11 auseinanderzusetzen. Gilt seit 2022, ist aber in der Systematik der Neuklassifikationen unbekannt oder als unbequem ignoriert. Laborparameter sind tricky, weil - wie bei Antikörpern - nur ein Teil die wie auch immer festgelegten Werte erfüllt und sich viele Labore aus bekannten Gründen weigern, genau zu messen. Der Leitfaden wird auch gerne ignoriert, weil unbequem: https://public-health.meduniwien.ac.at/fileadmin/content/OE/public-health/Primary_Care_Medicine/PDFs/2025.06.13_Empfehlung__Diagnostik-_und_Ersttherapie-Algorithmus_fuer_MECFS_auf_der_Basisversorgungsebene.pdf